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Marketing

BlogDrip Test: Ein Blick auf den Linkbuilding-Marktplatz

Backlinks lassen sich heute über zahlreiche Wege aufbauen. Neben klassischem Outreach gibt es spezialisierte Marktplätze, auf denen Website-Betreiber ihre Seiten direkt für Gastbeiträge und andere Linkplatzierungen anbieten.

Eine dieser Plattformen ist BlogDrip.

Nach eigenen Angaben bietet der internationale Marktplatz Zugang zu mehr als 225.000 Websites aus über 60 Ländern. Nutzer können Publisher recherchieren, SEO-Kennzahlen vergleichen, Preise einsehen und Veröffentlichungen über eine zentrale Oberfläche verwalten.

Doch wie sieht das in der Praxis aus?

Für diesen BlogDrip Test haben wir uns angesehen, wie der Marktplatz aufgebaut ist, welche Daten bei der Auswahl von Websites zur Verfügung stehen und welche Punkte man beim Kauf von Backlinks selbst prüfen sollte.

Was ist BlogDrip?

BlogDrip ist ein Self-Service-Marktplatz, der Werbetreibende und Publisher zusammenbringt.

Publisher können ihre Websites auf der Plattform anbieten und festlegen, zu welchen Konditionen sie Artikel oder Linkplatzierungen akzeptieren.

Werbetreibende können den Marktplatz anschließend durchsuchen und passende Websites für ihre Linkbuilding-Kampagnen auswählen.

Der grundsätzliche Ansatz unterscheidet sich damit deutlich vom klassischen Outreach.

Normalerweise beginnt eine Linkbuilding-Kampagne häufig mit Google-Suchen, SEO-Tools und umfangreichen Excel-Listen. Danach müssen Website-Betreiber kontaktiert und Preise sowie Bedingungen einzeln ausgehandelt werden.

BlogDrip versucht, diese Schritte in einem System zusammenzufassen.

Der erste Blick auf den Marktplatz

Bei einem Linkbuilding-Marktplatz ist die Größe des Angebots zunächst interessant.

BlogDrip spricht von mehr als 225.000 Websites aus über 60 Ländern.

Eine große Datenbank allein ist allerdings noch kein Qualitätsmerkmal.

Entscheidender ist, ob sich innerhalb dieser Datenbank schnell passende Websites finden lassen.

Denn niemand möchte Tausende Domains manuell öffnen und kontrollieren.

Deshalb sind die Such- und Filtermöglichkeiten eines solchen Systems mindestens genauso wichtig wie die Anzahl der verfügbaren Publisher.

Websites suchen und filtern

BlogDrip stellt verschiedene Informationen zur Verfügung, mit denen sich das Angebot eingrenzen lässt.

Dazu gehören beispielsweise Angaben zu Land, Sprache, Kategorie, Preis sowie verschiedene SEO-Kennzahlen.

Je nach verfügbaren Daten können Nutzer damit relativ spezifische Anforderungen definieren.

Für eine deutsche Kampagne könnte die erste Auswahl beispielsweise so aussehen:

  • deutschsprachige Websites;

  • passendes Themengebiet;

  • bestimmter Traffic-Bereich;

  • gewünschte SEO-Metriken;

  • maximales Budget pro Veröffentlichung.

Damit lässt sich eine sehr große Publisher-Datenbank auf eine wesentlich kleinere Auswahl reduzieren.

Das ist insbesondere für Agenturen interessant, die regelmäßig neue Websites für unterschiedliche Kunden suchen müssen.

Wie hilfreich sind DR, DA und andere SEO-Metriken?

Bei der Auswahl von Backlinks spielen Metriken wie Domain Rating oder Domain Authority in vielen Agenturen weiterhin eine wichtige Rolle.

Auch bei BlogDrip können entsprechende Kennzahlen bei der Publisher-Recherche verwendet werden.

Sie eignen sich gut für eine erste Orientierung.

Problematisch wird es allerdings, wenn daraus eine einfache Regel gemacht wird:

Hoher DR = guter Backlink.

So einfach funktioniert Linkbuilding nicht.

Eine Domain kann beispielsweise aufgrund ihres historischen Backlinkprofils eine hohe Autoritätsmetrik besitzen, obwohl die aktuelle Website kaum organische Sichtbarkeit hat.

Umgekehrt kann eine spezialisierte Nischenseite mit niedrigerem DR sehr relevante Inhalte und eine passende Zielgruppe besitzen.

Wir würden SEO-Metriken deshalb vor allem als Filter verwenden.

Die eigentliche Qualitätskontrolle sollte anschließend erfolgen.

Organischen Traffic mit einbeziehen

Positiv ist deshalb, dass bei der Publisher-Auswahl nicht ausschließlich klassische Domain-Metriken berücksichtigt werden können.

Traffic-Daten können ein weiteres wichtiges Signal sein.

Eine Website, die tatsächlich Besucher über Suchmaschinen erhält, liefert zusätzliche Informationen über ihre Sichtbarkeit.

Aber auch hier gilt: Eine einzelne Zahl reicht nicht.

Angenommen, zwei Websites haben jeweils 20.000 organische Besucher pro Monat.

Bei Website A ist der Traffic während der vergangenen zwölf Monate kontinuierlich gestiegen.

Website B hatte vor einem Jahr dagegen noch 150.000 Besucher und ist inzwischen auf 20.000 gefallen.

Die aktuelle Zahl ist identisch, die Entwicklung der beiden Domains aber vollkommen unterschiedlich.

Wer größere Beträge in Linkbuilding investiert, sollte deshalb möglichst nicht nur Momentaufnahmen betrachten.

Thematische Relevanz

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die inhaltliche Relevanz.

Ein starker Backlink sollte nicht nur aus einer Domain mit guten Kennzahlen stammen. Auch die Website und der konkrete Artikel sollten zum verlinkten Thema passen.

Gerade bei einem Marktplatz mit Hunderttausenden Websites kann das schwierig werden.

BlogDrip setzt unter anderem KI-gestützte Funktionen ein, um bei der Suche nach thematisch passenden Websites zu helfen.

Das ist grundsätzlich sinnvoll.

Automatische Relevanzvorschläge würden wir jedoch eher als Vorauswahl und nicht als endgültige Entscheidung betrachten.

Vor einer wichtigen Bestellung sollte die vorgeschlagene Website immer noch manuell geöffnet werden.

Was sollte man bei einer Website manuell kontrollieren?

Wir würden vor dem Kauf mindestens folgende Punkte prüfen:

  • Passt das Hauptthema der Domain zum eigenen Projekt?

  • Werden regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht?

  • Wie hochwertig wirken bestehende Artikel?

  • Besitzt die Website erkennbare organische Sichtbarkeit?

  • Gibt es auffällig viele gesponserte Beiträge?

  • Werden sehr viele unterschiedliche Themen abgedeckt?

  • Wie viele kommerzielle Links befinden sich in den Artikeln?

  • Passt die Sprache zur gewünschten Zielgruppe?

  • Macht die Website insgesamt einen gepflegten Eindruck?

  • Ist der verlangte Preis im Verhältnis zur Qualität nachvollziehbar?

Damit dauert die Auswahl natürlich länger als ein einfacher DR-Filter.

Für wichtige Backlinks halten wir diesen zusätzlichen Aufwand jedoch für sinnvoll.

Blog Market: neue Artikel veröffentlichen

BlogDrip bietet unterschiedliche Arten von Linkplatzierungen.

Über den Blog Market wird ein neuer Beitrag auf einer Publisher-Website veröffentlicht.

Das ist das klassische Guest-Post-Modell.

Der Vorteil besteht darin, dass der neue Artikel gezielt rund um ein relevantes Thema aufgebaut werden kann.

Dadurch lässt sich auch der Kontext des Backlinks besser steuern.

Bei einem guten Gastbeitrag sollte allerdings nicht der Link im Mittelpunkt stehen.

Der Artikel sollte zunächst einen sinnvollen Inhalt für die Leser der jeweiligen Website bieten. Der Backlink wird anschließend natürlich in diesen Inhalt integriert.

Ein hochwertiger Publisher sollte deshalb nicht jeden beliebigen Text akzeptieren.

Link Market: Links in bestehenden Inhalten

Daneben gibt es bei BlogDrip den Link Market.

Hier geht es um Linkplatzierungen innerhalb bereits vorhandener Inhalte.

Diese Variante kann aus SEO-Sicht interessant sein.

Eine bestehende Seite kann bereits seit mehreren Jahren indexiert sein, Rankings besitzen, organischen Traffic erhalten oder selbst Backlinks aufgebaut haben.

Wenn eine solche Seite thematisch sehr gut zum eigenen Ziel passt, kann eine Linkintegration eine Alternative zu einem komplett neuen Gastbeitrag darstellen.

Auch hier sollte allerdings die Qualität der konkreten Seite geprüft werden.

Das Alter einer URL allein macht eine Linkplatzierung nicht automatisch wertvoll.

Preise vergleichen

Ein Punkt, der bei Marktplätzen generell praktisch ist, ist die Preistransparenz.

Bei klassischem Outreach ist der Preis häufig erst nach dem ersten Kontakt bekannt.

Man recherchiert eine Website, sucht eine E-Mail-Adresse, schreibt den Betreiber an und wartet auf eine Antwort.

Erst danach erfährt man möglicherweise, dass eine Veröffentlichung weit außerhalb des eigenen Budgets liegt.

Innerhalb eines Marktplatzes lassen sich die angebotenen Preise bereits während der Recherche berücksichtigen.

Publisher bestimmen bei BlogDrip ihre Preise selbst.

Entsprechend groß können die Unterschiede zwischen verschiedenen Websites sein.

Das eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, Preis und Qualität miteinander zu vergleichen.

Ist der teuerste Backlink automatisch der beste?

Nein.

Auch das sollte bei der Nutzung eines Marktplatzes berücksichtigt werden.

Ein höherer Preis kann verschiedene Ursachen haben: bessere SEO-Werte, mehr Traffic, eine bekannte Marke, eine attraktive Zielgruppe oder schlicht eine höhere Preisvorstellung des Publishers.

Deshalb sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass eine 500-Euro-Veröffentlichung fünfmal besser ist als eine für 100 Euro.

Interessanter ist das Verhältnis aus:

Relevanz + Qualität + Traffic + Autorität + Preis.

Genau hier kann eine große Datenbank nützlich sein, weil mehrere Alternativen miteinander verglichen werden können.

Wie funktioniert der Bestellprozess?

Nachdem eine Website ausgewählt wurde, kann die gewünschte Platzierung über BlogDrip bestellt werden.

Bei einem neuen Artikel muss entsprechender Content zur Verfügung stehen.

Nutzer können eigene Inhalte einreichen. Abhängig von den gewählten Möglichkeiten kann die Content-Erstellung ebenfalls in den Prozess integriert werden.

Die Bestellung geht anschließend an den Publisher.

Dieser kann prüfen, ob Inhalt, Thema und Link zu seiner Website und seinen Vorgaben passen.

Nach erfolgreicher Veröffentlichung wird die entsprechende URL bereitgestellt.

Der Vorteil für größere Nutzer liegt vor allem darin, dass Bestellungen nicht über zahlreiche E-Mail-Postfächer und einzelne Zahlungsprozesse verteilt sind.

E-Cash und Zahlungsabwicklung

BlogDrip verwendet für Transaktionen innerhalb des Marktplatzes ein E-Cash-System.

Nutzer können Guthaben für Bestellungen verwenden und damit verschiedene Veröffentlichungen über ein zentrales Konto abwickeln.

Das vereinfacht insbesondere bei größeren Kampagnen die Administration.

Wichtig ist jedoch, die Regeln dieses Systems zu verstehen.

Kann eine Bestellung gemäß den geltenden Bedingungen nicht ausgeführt werden, kann der entsprechende Betrag wieder dem E-Cash-Guthaben gutgeschrieben werden.

Eine solche Gutschrift ist nicht automatisch identisch mit einer Rückzahlung auf die ursprüngliche Zahlungsmethode.

Vor größeren Einzahlungen sollte man deshalb die aktuellen Zahlungs-, Stornierungs- und Erstattungsbedingungen lesen.

Gibt es ein monatliches Abonnement?

Für den normalen Zugang zum Marktplatz setzt BlogDrip auf ein Pay-per-Publication-Modell.

Nutzer müssen somit nicht allein für die Möglichkeit, nach Publishern zu suchen, ein langfristiges monatliches Abonnement abschließen.

Das macht das System sowohl für gelegentliche Nutzer als auch für größere Agenturen zugänglich.

Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Nutzung.

Ein kleines Unternehmen kann einige ausgewählte Veröffentlichungen bestellen.

Eine Agentur kann über dieselbe Infrastruktur größere Kampagnen mit vielen Websites verwalten.

Was gefällt uns am Konzept?

Bei unserem Blick auf BlogDrip sehen wir mehrere Punkte, die für einen Linkbuilding-Marktplatz sinnvoll sind.

Großes internationales Angebot

Mehr als 225.000 Websites schaffen eine breite Auswahl, insbesondere wenn Linkbuilding in mehreren Ländern betrieben wird.

Zentrale Publisher-Recherche

Websites müssen nicht für jede Kampagne komplett neu über Suchmaschinen recherchiert werden.

Verschiedene SEO-Daten

Mehrere Kennzahlen erleichtern die Erstellung einer ersten Shortlist.

Preise vor der Bestellung

Das reduziert unnötige Kommunikation mit Publishern, die außerhalb des eigenen Budgets liegen.

Blog Market und Link Market

Nutzer sind nicht ausschließlich auf neue Gastbeiträge beschränkt.

Keine zwingende monatliche Nutzung

Das Pay-per-Publication-Modell erlaubt auch kleinere oder unregelmäßige Kampagnen.

International skalierbar

Für Agenturen mit Kunden in mehreren Märkten ist ein internationaler Publisher-Pool besonders interessant.

Wo sehen wir die Grenzen?

Ein realistischer Test sollte auch die Grenzen des Konzepts berücksichtigen.

Der größte Punkt ist gleichzeitig eine Folge der Größe des Marktplatzes.

Eine große Auswahl ersetzt keine Qualitätskontrolle.

Wer erwartet, einen DR-Filter einzustellen und anschließend blind die ersten 50 Websites bestellen zu können, dürfte das Potenzial eines solchen Marktplatzes nicht optimal nutzen.

Die endgültige Bewertung einer Website bleibt Aufgabe des Nutzers.

Außerdem können sehr große Datenbanken zunächst unübersichtlich wirken. Je genauer die eigene Linkbuilding-Strategie definiert ist, desto einfacher wird die Auswahl.

Und schließlich sollte man bei bezahlten Veröffentlichungen grundsätzlich nicht nur SEO-Metriken betrachten.

Relevanz, Website-Qualität, Traffic, bestehende Inhalte und das allgemeine Linkprofil gehören ebenfalls in die Bewertung.

Für wen ist BlogDrip interessant?

Nach unserem Blick auf das Konzept sehen wir den größten praktischen Nutzen bei Anwendern, die Linkbuilding regelmäßig betreiben.

Dazu zählen beispielsweise:

  • SEO-Agenturen;

  • Linkbuilding-Agenturen;

  • Inhouse-SEO-Teams;

  • Online-Marketing-Agenturen;

  • Betreiber mehrerer Websites;

  • internationale Unternehmen;

  • Affiliate-Projekte.

Besonders bei mehreren parallelen Kampagnen kann ein zentraler Marktplatz den organisatorischen Aufwand reduzieren.

Wer dagegen nur einmal im Jahr einen Gastbeitrag veröffentlichen möchte, profitiert weniger stark von der Skalierbarkeit eines großen Publisher-Netzwerks.

Fazit zum BlogDrip Test

BlogDrip verfolgt einen nachvollziehbaren Ansatz: Publisher-Recherche, Vergleich, Bestellung und Verwaltung von Linkplatzierungen werden in einer zentralen Umgebung zusammengeführt.

Besonders interessant sind dabei die Größe des internationalen Angebots und die Möglichkeit, Websites anhand verschiedener Daten vorzusortieren.

Die Plattform löst allerdings nicht automatisch die Frage, welche Website tatsächlich einen hochwertigen Backlink bietet.

Und das sollte sie unserer Ansicht nach auch nicht vollständig übernehmen.

SEO-Metriken, Traffic-Daten und KI-gestützte Relevanz können bei der Vorauswahl helfen. Die finale Bewertung einer wichtigen Domain sollte trotzdem manuell erfolgen.

Unser wichtigster Eindruck aus dem Test lautet deshalb:

BlogDrip kann den operativen Teil des Linkbuildings deutlich strukturierter und skalierbarer machen. Die Qualität der Kampagne hängt aber weiterhin davon ab, wie sorgfältig der Nutzer die verfügbaren Publisher auswählt.

Wer diese Trennung versteht, kann einen großen Linkbuilding-Marktplatz wesentlich sinnvoller einsetzen als jemand, der ausschließlich nach DR und Preis entscheidet.